Als ich die Beats Solo Buds zum ersten Mal aus der Verpackung nahm, fiel mir sofort ihre kleine, kompakte Form auf. Anders als viele andere True-Wireless-Kopfhörer auf dem Markt verzichten diese Modelle auf einen zusätzlichen Akku im Ladecase, was sie besonders leicht und handlich macht. Für mich als jemand, der täglich unterwegs Musik hört und Podcasts verfolgt, war das ein spannender Ansatz: Wie schlägt sich ein so winziger Kopfhörer in Alltag, Soundqualität und Bedienkomfort? Ich habe die Solo Buds in den letzten Wochen ausgiebig getestet, sowohl mit iOS als auch Android Geräten, und meine Erfahrungen möchte ich hier detailliert teilen.

Design und Tragekomfort

Die Beats Solo Buds wirken auf den ersten Blick erstaunlich zierlich, fast schon filigran. Jeder Ohrhörer wiegt nur 6 Gramm, was bedeutet, dass sie selbst nach mehreren Stunden Nutzung kaum spürbar sind. Im Vergleich zu den Beats Fit Pro oder den Studio Buds+ fehlt ihnen das fest sitzende Ohrflügel-Design, das oft für zusätzliche Stabilität sorgt. Dennoch sitzen die Solo Buds dank der beiliegenden Gummiaufsätze in vier verschiedenen Größen sicher und komfortabel im Gehörgang. Ich persönlich habe die mittlere Größe ausprobiert, die sich sehr angenehm anfühlt, ohne Druckstellen zu erzeugen oder beim Bewegen herauszufallen. Selbst beim Spazierengehen oder beim Pendeln in der U-Bahn wackeln sie kaum, was für mich ein großer Pluspunkt ist.

Das Design ist minimalistisch, aber trotzdem auffällig. Besonders die rote Variante sticht ins Auge: Das transparente Gehäuse erlaubt einen Blick auf die Elektronik im Inneren, was mich stark an die innovativen Produkte von Nothing erinnert. Für Nutzer, die es dezenter mögen, gibt es die Solo Buds auch in Mattschwarz, Matte Lila („Polar Purple“) oder Hellgrau („Storm Grey“). Das Ladecase ist besonders kompakt: Mit seinen Maßen von 66 x 24 x 35 Millimetern passt es problemlos in jede Hosentasche, ohne zu stören. Dass kein zusätzlicher Akku im Case verbaut ist, spart erheblich Gewicht und Platz – ideal für Pendler oder Reisende, die Wert auf minimalistische Technik legen.

Ein kleiner Wermutstropfen ist die fehlende IPX4-Zertifizierung. Wer beim Sport stark schwitzt oder viel draußen joggt, sollte eventuell auf andere, wasserresistentere Modelle zurückgreifen. Für normale Alltagsaktivitäten, kurze Workouts oder das Pendeln sind die Solo Buds jedoch vollkommen ausreichend.

Einrichtung und Verbindung

Die Einrichtung der Beats Solo Buds ist erstaunlich unkompliziert, besonders im Apple-Ökosystem. Bei einem iPhone öffnet man einfach den Deckel des Ladecases, hält einen der B-Knöpfe gedrückt, und schon werden die Ohrhörer automatisch erkannt. Sie verbinden sich nahtlos mit allen Geräten, die mit derselben Apple-ID angemeldet sind, inklusive Apple Watch. Praktisch: Über die „Wo ist?“-App lassen sich die Solo Buds auch orten, falls sie einmal verloren gehen.

Auch unter Android läuft die Verbindung überraschend reibungslos. Dank Google Fast Pair gelingt das Koppeln in Sekundenschnelle. Wer Software-Updates installieren oder die Tastenbelegung ändern möchte, kann die kostenlose Beats-App aus dem Google Play Store verwenden. Darüber hinaus unterstützt das System die automatische Verbindung zu anderen Android-Geräten, die mit demselben Google-Konto verknüpft sind, was das Multi-Device-Management erleichtert. Die Kombination aus einfacher Einrichtung und stabiler Verbindung macht die Solo Buds sowohl für Apple- als auch für Android-Nutzer attraktiv.

Bedienung

Jeder Ohrhörer hat nur einen einzigen B-Knopf, der überraschend vielseitig ist:

  • Musiksteuerung: einmal tippen = Play/Pause, zweimal tippen = nächster Titel, dreimal tippen = vorheriger Titel.
  • Anrufe: einmal tippen = annehmen, zweimal tippen = beenden/ablehnen, einmal tippen während eines Gesprächs = stumm.
  • Sprachassistenten: Taste gedrückt halten, um Siri oder Google Assistant zu aktivieren.

Die Bedienung ist intuitiv, auch wenn unter Android nicht alle Funktionen so tief integriert sind wie bei iOS. Die Trageerkennung funktioniert nur teilweise: Musik oder Anrufe werden automatisch auf die Solo Buds übertragen, sobald sie ins Ohr gesetzt werden – unter iOS funktioniert das hervorragend, unter Android jedoch nicht.

Klangqualität

Für die Preisklasse von 90 Euro bin ich vom Klang positiv überrascht. Die Höhen klingen klar, wenn auch nicht extrem detailliert. Die oberen Mitten sind leicht betont, wodurch Gesang manchmal etwas scharf wirken kann. Der Bass ist dezent, aber ausreichend, besonders wenn man über den Equalizer nachjustiert. Mit iOS lässt sich die „Loudness“-Funktion aktivieren, um den Bassbereich anzuheben, was die Musik deutlich lebendiger wirken lässt.

Die Solo Buds unterstützen SBC und AAC, sowie 3D-Audio bei Dolby Atmos-Titeln, allerdings ohne Head-Tracking. Für Telefonate ist die Klangqualität klar und verständlich, auch wenn es kein richtungsfokussiertes Mikrofon wie bei den Studio Buds+ gibt. Active Noise Cancelling fehlt vollständig; die passive Geräuschisolierung reicht nur für ruhige Umgebungen. In der Bahn oder auf der Straße wird die Umgebung deutlich wahrgenommen.

Akku und Ladekomfort

Das Fehlen eines Reserve-Akkus im Case hat Vor- und Nachteile. Auf der positiven Seite halten die Solo Buds bei mittlerer Lautstärke rund 19 Stunden durch, was deutlich mehr ist als bei vielen Konkurrenten. Auf der negativen Seite benötigt man zum Aufladen immer eine externe Stromquelle. Das Ladecase verfügt über einen USB-C Anschluss, und die Kopfhörer laden in ca. 80 Minuten vollständig auf. Mit der Schnellladefunktion reicht fünf Minuten Laden für etwa eine Stunde Wiedergabe.

Für mich ist das sehr praktisch: Ich kann die Kopfhörer schnell zwischendurch laden, ohne ständig das Case im Blick behalten zu müssen. Wer viel reist, profitiert vom leichten Gewicht und dem kompakten Case.

Praktische Tipps zum Kauf in Deutschland

Für alle, die Beats Solo Buds in Deutschland kaufen möchten, gibt es einige empfehlenswerte Optionen:

  • MediaMarkt und Saturn bieten regelmäßig Sonderaktionen auf Beats-Produkte an.
  • Amazon.de ist eine verlässliche Plattform, gerade während Prime Day oder Black Friday, um Schnäppchen zu machen.
  • Wer Handyverträge mit Kopfhörern kombinieren möchte, kann Plattformen wie Handyflash.de oder Check24 nutzen, um attraktive Bundles aus Smartphone und Beats Solo Buds zu finden.
  • Für den Vergleich von Mobilfunktarifen lohnt sich ein Blick auf Tarifhaus.de oder Verivox.de, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu ermitteln.

Persönlicher Eindruck

Für mich haben die Beats Solo Buds eine klare Zielgruppe: Wer eine kompakte, leichte True-Wireless-Lösung sucht, die einfach zu bedienen ist, gut klingt und vor allem preiswert ist, liegt hier richtig. Die Soundqualität ist für den Preis absolut angemessen, und die Integration ins Apple-Ökosystem ist vorbildlich. Unter Android funktionieren die wichtigsten Funktionen ebenfalls gut, nur einige Komfortfeatures fehlen.

Der Verzicht auf ANC oder einen Reserveakku im Case ist kein Weltuntergang, sondern ein bewusstes Design-Statement: minimalistisch, leicht und praktisch. Ich habe die Solo Buds mittlerweile fast täglich in der Bahn, beim Spazierengehen und beim Arbeiten genutzt und sie kaum gespürt.

Die Beats Solo Buds bieten ein überraschend gutes Gesamtpaket für alle, die preisbewusst unterwegs sein möchten, ohne auf Apple-Komfort verzichten zu müssen. In Deutschland sind sie leicht verfügbar und lassen sich über die genannten Plattformen unkompliziert erwerben. Wer auf absolute Geräuschunterdrückung oder maximale Akkulaufzeit Wert legt, sollte sich eventuell nach Alternativen umsehen – für den Alltag sind sie jedoch exzellent.

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